Albert Massiczek
1916–2001

Hildburg Massiczek, geb. Berger, schreibt an Constantia Spühler:

Hildburg Massiczek © lukas drechsel-burkhard
© Lukas Drechsel-Burkhard

25. Nov. 07

Liebe Stanzi!

Erste Begeg­nung mit Albert in der Vor­le­sung Srbik Herbst 1938.

Er setzte sich form­los neben mich. Nach eini­gen Ta­gen ris­kier­te ich „mich zu de­kla­rie­ren[“]. Er war ent­setzt – und fing an, nach­zu­den­ken.

„Kris­tall­nacht“ war die Krise, er rief um 5 h früh an, er will sich um­brin­gen. Von da an wuß­te er, was zu tun war.

Wir kümmer­ten uns um Ju­den. Er kann­te die Pro­ble­me mei­ner Freun­de.

[…]

Ich kann nur für nach­her an sei­ne gu­ten Freun­de erin­nern: Sig Ken­ne­dy, San­dor Fried, Wie­sen­thal, Eri­ka Wan­toch, Liesl Scholz, Rau­chin­ger, Lu­cie Be­gow

Jü­di­sche Kinder wie die ei­ge­nen: Fe­li­zi­tas Mo­ra­witz und ihre Mut­ter, Gabi Ro­bin­son.

Mir wird die Sa­che im­mer mehr ab­surd.

Wich­tig ist der Brief­wec­hsel mit Bi­schof Rusch über An­derl von Rinn.

Mit vielen guten Wün­schen, Mutter

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