Albert Massiczek
1916–2001

Brief von Freda Meissner-Blau vom 24. 9. 2007

Freda Meissner-Blau

Liebe Frau Constantia Spühler,

Ich bin einiger­maßen be­trof­fen, daß eine der­arti­ge und zum Teil bösa­rtige Kon­tro­verse über Ihren Herrn Vater hier in Öster­reich aus­ge­bro­chen ist! Mein Mann, Pro­fes­sor Paul Blau kann­te Ih­ren Va­ter viel bes­ser als ich und hielt große Stücke auf ihn, kann­te auch alle seine Bü­cher. Lei­der ver­starb mein Mann vor zwei Jah­ren.

Ich kannte Alfred [sic!] vor allem durch seinen Ein­satz mit uns Um­welt­schüt­zern zur Ret­tung der Donau und der Donau­auen 1984, wir ver­brach­ten vie­le ge­mein­samen Stun­den in ei­si­ger Kälte in der Au und ich be­wun­der­te sein Durch­hal­te­ver­mög­en, immer­hin war er da­mals min­des­tens 72 Jahre alt. Unsere Ge­sprä­che kreis­ten, wie Sie sich sicher­lich vor­stel­len kön­nen, um un­se­re ak­tu­elle Si­tua­tion und nicht über seine oder unse­re Ver­gan­gen­heit. Daher kann ich Ihnen zu mei­nem Leid­we­sen keine neu­en und ver­läß­li­chen In­for­ma­tio­nen ge­ben, außer daß ich vor allem von meinem Mann weiß, daß er seine SS-Ver­gan­gen­heit total hin­ter sich ge­las­sen und mit einem frü­hen Buch auf­ge­ar­bei­tet hat.

Es tut mir herz­lich leid, daß ich Ihnen nicht kon­kre­ter wei­ter hel­fen kann.

Mit allen guten Wün­schen und freund­li­chen Grüßen und allen guten Wün­schen auch für Ihre Tä­ti­gkeit für natur­nahe Gär­ten. Ihre Freda Meissner-Blau.

© lucdesign 2008 • Impressum