Albert Massiczek
1916–2001

Brief von Dr. Amalie Oppenheim vom 6. 12. 1945

Wien, 6. XII. 1945

Lieber Herr Dr.!

Es ist mir wirk­lich sehr un­an­ge­nehm, daß Sie mir das Geld wieder ge­schickt haben.

Jetzt, da ich es reich­lich be­kam & wirk­lich nicht be­nö­ti­ge, hät­te ich ge­rne die­sen klei­nen Teil mei­ner Dan­kes­schuld ab­ge­stat­tet. Ich bin Ih­nen ja nebst al­lem an­de­ren dank­bar, daß Sie mir den Pelz & die Teppi­che auf­be­wahrt und ge­schützt ha­ben.

Ihr Ver­spre­chen, mit Ih­rer l. Frau zu mir zu kom­men, freut mich sehr, Sie wis­sen, doch, ich bin immer zu­hau­se & so ist mir je­der Nach­mittag recht. Nur wäre es mir lieb, wenn Sie mir Ihren Be­such doch frü­her an­zei­gen woll­ten.

Sehr erfreut mich die Nach­richt, daß Dr. Heer lebt! Hof­fent­lich kommt er bald ge­sund wie­der!

Dr. Seifert ist wieder in Wien, im Minis­te­ri­um des Äuße­ren (Mi­nis­te­rial­rat), wohnt XVIII, Wäh­rin­ger­str. 147.

Er war Sonn­tag bei mir & wir spra­chen viel von al­ten besse­ren Ta­gen!

Auf bal­di­ges Wie­der­se­hen!
Herz­lich­ste Grüße!
Ihre alte
Amalie Oppenheim

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